Kontrolle muss sein

Milch zählt zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. Milch ist ein sehr gut kontrolliertes Lebensmittel, nicht zuletzt deshalb, weil sie selbst ohne Be- und Verarbeitung für den Verzehr geeignet ist. Zahlreiche Gesetze regeln den Umgang mit der Milch.

Hofeigene Milchverarbeitung

Prinzipiell kann jeder landwirtschaftliche Betrieb die auf seinem Hof anfallende Rohmilch zu Milchprodukten verarbeiten und vermarkten. Die Einhaltung von Verordnungen und Gesetzen wird stark kontrolliert: durch die Veterinärbehörden, die Lebensmittelüberwachung, das Bauamt und gegebenenfalls durch das Gewerbeaufsichtsamt. 

Transport im Tanklastwagen

Täglich wird frische Milch verschiedener Landwirte im Kühl-Tanklastwagen gesammelt, die mit automatischen Messanlagen ausgerüstet sind. Im Lastwagen werden die Menge und der Fettgehalt jeder Milchpartie gemessen, bevor sie sich mit der Milch von anderen Bauern vermischt. 

In der Molkerei

In der Molkerei findet zunächst eine gründliche Reinigung der Milch statt. Die Milch kommt in eine Zentrifuge und wird geschleudert. Verunreinigungen werden nach außen gedrückt und abgetrennt. Außerdem erfolgt eine Auftrennung in Magermilch und Rahm. Später wird der gewünschte Fettgehalt der Milch festgelegt und der Magermilch wieder eine entsprechende Menge an Rahm zugemischt. Aus dem Rest des reinen Rahms werden Sahne und Butter hergestellt.

Wärmebehandlung

Die unbehandelte Milch – die sogenannte Rohmilch – ist ein sehr verderbliches Lebensmittel. Auch bei sauberster Gewinnung können Keime in die Milch gelangen. Diese können zum Verderb der Milch, oder gar zu Erkrankungen bei Menschen führen. Deshalb wird Milch – bis auf wenige Ausnahmen – erhitzt, bevor sie in den Laden kommt. Dabei werden Krankheitserreger abgetötet und die Milch wird länger haltbar. Beim Ultrahocherhitzen zum Beispiel, wird die Milch für kurze Zeit (1-4 Sekunden) auf mindestens 135 Grad Celsius erhitzt. Es entsteht die so genannte H-Milch, die ungeöffnet auch ohne Kühlung lange haltbar ist.