Alte Sorten und Rassen erhalten

Ganz schön paradox: Ständig kommen neue Produkte in den Lebensmittelhandel und gleichzeitig schwindet die Vielfalt in der Landwirtschaft. Einheitsgeschmack statt Geschmacksvielfalt ist die Folge. Das Wissen um alte, heimische Pflanzenarten und -sorten oder regionale Nutztierrassen geht vielerorts verloren. Viele Biobetriebe stellen sich dieser Entwicklung entgegen und fördern die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren. 

Wiederentdeckte Gemüsesorten

Die Ausdehnung des Welthandels hat auch unsere Gemüsepalette enorm bereichert: Zucchini, Auberginen, Artischocken – wir wollen sie nicht mehr missen. Gleichzeitig verschwanden allerdings einige klassische einheimische Arten von unseren Märkten. Viele Biobetriebe kultivieren wieder fast vergessene Gemüsearten wie Pastinaken, Rübchen oder Löwenzahn. mehr

Gefährdete Nutztierrassen erhalten

Ebenso wie in der Pflanzenzüchtung sind in den letzten Jahrzehnten fast unbemerkt zahlreiche Nutztierrassen verschwunden. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) setzt sich seit 1981 für die Erhaltung alter Nutztierrassen ein. Sogenannte Arche-Höfe kümmern sich um alte Nutztierrassen. Auch als Verbraucherin oder Verbraucher kann man die Erhaltungsarbeit unterstützen, indem man beim Einkauf auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen gezielt nach Fleisch vom Glanrind oder Gelbvieh, nach Schinken vom Deutschen Sattelschwein oder Schnitzel vom Schwäbisch-Hällischen Schwein oder nach Ziegenkäse aus der Region fragt. mehr

Beispiel: Arche-Hof Schlickenrieder

Dass die Tiere auf dem Betrieb der Schlickenrieders die Hauptrolle spielen, sieht und spürt man auf dem Demonstrationsbetrieb am Ortsrand von Otterfing bei München auf Schritt und Tritt. In den Ställen und auf den Weiden tummeln sich Rinder, Schafe und Hühner gefährdeter Nutztierrassen. Hier geht’s zur Hofreportage.