Lebensmittel direkt vom Erzeuger

Im Hofladen, auf dem Wochenmarkt, in Bauernläden in der Stadt oder mit einer Abo-Kiste kann man Lebensmittel direkt vom Erzeuger erhalten. Wer Produkte vom Bauern kauft, erhält manchmal auch „anders“ geformte Lebensmittel – z.B. eine zweibeinige Möhre, besonders dicke oder kleine Kartoffeln oder Äpfel mit dickerer Haut. Solche „nicht makellosen“ Produkte werden vom Lebensmitteleinzelhandel abgelehnt, da sie nicht den Richtlinien entsprechen. Sie schmecken aber genauso gut und der Landwirt/die Landwirtin muss sie nicht vernichten.

Einkauf auf dem Bauernhof

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher fragen Lebensmittel direkt vom Bauernhof nach. Das ist vor allem auf die gestiegenen Ansprüche an die Qualität und Herkunft der Produkte zurückzuführen. Die Zahl der Landwirte, die ihre Produkte auf kurzem Weg an die Kunden liefern, ist stetig gestiegen. Ihre Anzahl wird auf 30.000 bis 40.000 (Stand: April 2013) geschätzt. Das entspricht rund sechs bis acht Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland. mehr

Ökokisten direkt ins Haus

Frische Salate, knackige Gurken, leckere Äpfel in Bioqualität – immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher lassen sich ihre Biolebensmittel nach Hause liefern. Sie schätzen diesen Service, weil sie im Alltag oft nicht mehr die Zeit finden, selbst frisch einzukaufen. Während früher vor allem junge Familien und überzeugte Ökos die Stammkundschaft waren, bestellen heute auch Singles, Kindergärten und Büros. mehr

Food Assembly – Markt in eigener Regie

Wer Wochenmärkte mag, sollte mal eine Food Assembly besuchen oder gleich selbst organisieren. Bei dieser neuen Vermarktungsform treffen sich Erzeugerinnen und Erzeuger mit ihrer Kundschaft in kleiner Runde. Neben frischen regionalen Bioprodukten gibt es Zeit für Fragen und Gespräche rund um den Ökolandbau. Ein Gastgeber stellt zunächst einen Raum zur Verfügung, in dem der Wochenmarkt stattfindet und integriert interessierte Lebensmittelbetriebe aus der Region. Die Kunden bestellen und bezahlen ihre Einkäufe online und holen sie dann am Abholtag ab. weiter

CSA – Gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft

Ein Netzwerk, in dem ein Kunden- und Erzeugerkreis eng zusammenarbeiten, ist das Modell der „Community Supported Agriculture“ (CSA). Im Deutschen lässt es sich als „gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft“ übersetzen. CSA eröffnet ökologisch orientierten Menschen neue Perspektiven, an der Erzeugung von Biolebensmitteln mitzuwirken – und dies alles, ohne selbst aufs Land zu ziehen oder selber einen Hof zu führen. weiter

Beispiel: CSA Hof Pente

Auf Hof Pente in Niedersachsen wachsen Gemüse, Kartoffeln und Getreide, tummeln sich Bunte Bentheimer Schweine. Mehr als 250 Personen sind Eigentümer dieser gemischten Landwirtschaft. In Eigenverantwortung bei der Urerzeugung mitwirken, ohne dabei unbedingt die eigenen Hände in die Erde stecken zu müssen oder Trecker zu fahren, das ist die Idee der solidarischen Landwirtschaft, auch und besonders auf dem Demonstrationsbetrieb Hof Pente. Hier geht’s zur Hofreportage.

Aktion „Bauer mit Klasse!“

Wo die Milch im Supermarkt steht, wissen bereits die Kleinsten. Aber für viele Kinder und Jugendliche ist es spannend, zu sehen, was der Bauer alles tun muss und welchen Weg die Lebensmittel hinter sich haben, damit unsere Supermarktregale gefüllt sind. Deshalb haben die Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau – 241 vom Bundeslandwirtschaftsministerium ausgewählte Vorzeigebetriebe – die Gemeinschaftsaktion „Bauer mit Klasse!“ ins Leben gerufen. Sie laden alle interessierten Schulklassen ein, auf ihren Biobetrieben der Frage auf den Grund zu gehen, woher unsere Lebensmittel kommen und wie sie vermarktet werden. weiter