Liebe Lehrerinnen und Lehrer

Schön, dass Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern am Wettbewerb ECHT KUH-L! teilnehmen wollen. Auf dieser Website und auf denen vernetzter Projekte finden Sie hilfreiche Tipps für die Planung und Durchführung Ihres Projektes. Mitmachen lohnt sich in jedem Fall! Denn ECHT KUH-L! lässt sich inhaltlich und didaktisch gut in den Unterricht integrieren. Auch für diejenigen, die keine Platzierung erreichen, ist der Wettbewerb ein Gewinn und ein nachhaltiges Projekt.

Pädagogischer Ansatz des Wettbewerbs

Handlungs- und erlebnisorientiertes Lernen

Die jeweiligen Jahresthemen laden Kinder und Jugendliche ein, sich mit den Themen ökologische, bzw. nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung auseinanderzusetzen.

Dabei bietet ECHT KUH-L! den optimalen Rahmen, um Kindern Natur, nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion nahe zu bringen. Teure Klassenfahrten oder aufwendige Vorbereitungen sind dafür nicht notwendig, denn Begeisterung kommt schon beim Ausflug zu einem nahegelegenen Biobauernhof.

Die Schülerinnen und Schüler können sich in ihrer Nähe umsehen und feststellen, wo nachhaltige Landwirtschaft möglich ist und welche Angebotsvielfalt herrscht. Sie können sich auf Entdeckungstour nach der Herkunft von Bioprodukten machen und herausfinden, wie die Produktion, die Verarbeitung und der Verkauf von Bioprodukten miteinander zusammen hängen und was dies alles mit ihrem eigenen Leben, der eigenen Umwelt zu tun hat. 

Besuche auf Biohöfen, in Biobäckereien und -molkereien, im Bioladen oder Supermarkt bieten eine gute Gelegenheit, sich unmittelbar ein Bild zu machen. Auch die Auseinandersetzung, welche Bedeutung gesunde Lebensmittel für die Schülerinnen und Schüler im familiären und auch schulischen Umfeld selbst haben, ist ein möglicher Aspekt.

Erwerbbare Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler erhalten durch das Erstellen ihrer Wettbewerbsbeiträge die Möglichkeit, ihre persönliche Kompetenzentwicklung weiter voranzubringen.

Indem unter anderem Beiträge wie medial gestützte Dokumentationen zu selbst gewählten Fragestellungen, komplexe Wissensspiele mit Spielanleitung, protokollierte Beobachtungen, Untersuchungen und Experimente, Filme, Websites oder Beiträge aus dem bildend-künstlerischen Bereich erstellt und eingereicht werden …

... wenden Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über die Wechselwirkungen und Abhängigkeiten von Mensch, Tier, Boden und Pflanze an;

... setzen Kinder und Jugendliche Erkenntnisse über die Bedeutung von Nutztieren für unsere Lebensmittelproduktion produktorientiert um;

... stellen Lernende die Produktionskette von Lebensmittel-Erzeugung und -Verarbeitung auf unterschiedliche Arten und Weisen dar;

... wenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Wissen über naturwissenschaftliche Arbeitsmethoden handlungsorientiert an: Planen, Beobachten, Experimenten, Beschreiben, Bewerten, Einordnen, Dokumentieren;

... gebrauchen Schülerinnen und Schüler bewusst ihre Sinne wie Riechen, Fühlen und Schmecken und setzen diese Eindrücke in ganzheitlich orientierten Wettbewerbsbeiträgen um;

... suchen Kinder und Jugendliche außerschulische Lernorte wie Bauernhöfe, Biomärkte, etc. auf, machen dabei Primärerfahrungen, tauschen sich mit Expertinnen und Experten aus und verarbeiten diese Erfahrungen in ihren Wettbewerbsbeiträgen;

... erweitern Lernende ihre Fähigkeiten der gezielten, ergebnisorientierten Informationsrecherche;

... schulen Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer ihre mediale Kompetenz;

... entwickeln die Kinder und Jugendlichen in Projektarbeit soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und das zielgerichtete Arbeiten und Planen.

Zielsetzung des Wettbewerbs

Durch die Teilnahme an ECHT KUH-L! ...

... werden verschiedene schulische Bildungs- und Erziehungsaufträge angesprochen – z. B. Wissensvermittlung, Förderung kreativer und musischer Fähigkeiten, Schaffung eines Zugangs zu Landwirtschaft und Natur, Stärken der Wahrnehmungsfähigkeit, Förderung von Eigeninitiative und Handlungskompetenz.

... werden die schulischen Bildungskonzepte der Umwelterziehung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung integriert und Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler für Landwirtschaft, Umwelt und Natur gefördert. 

... werden wichtige Kompetenzen für einen nachhaltigen Lebensstil wie Umwelt- und Naturbewusstsein, Kreativität, Neugier und Forscherdrang, Teamfähigkeit und Selbständigkeit gefördert.

... wird der Austausch unter den Schülerinnen und Schülern gefördert. Durch die notwendige Kommunikation und Abstimmung der Gruppen bei der Erstellung ihres Beitrages wird die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schülern gefördert. Dabei werden außerdem der Zusammenhalt und das Selbstbewusstsein der ganzen Klasse gestärkt.

... wird eine motivierende Rückkopplung zu den Teilnehmenden durch die (Sach-)Preise, Urkunden und Trostpreise erreicht, sodass viele Gruppen und Schulen zu „Wiederholungstätern“ geworden sind. Der Wettbewerb vermittelt, dass die Teilnahme an sich lohnt, unabhängig vom persönlichen Abschneiden.

... wird die Schulentwicklung gefördert. Insbesondere die Auszeichnung „Sonderpreis Schule“ spornt die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte zum Engagement für ihre Schule an. Er fördert eine Kultur der Anerkennung dieses Einsatzes und der dabei erbrachten Leistungen.

... werden die teilnehmenden Schulen in ihrer Profilbildung und ihrem Auftreten in der Öffentlichkeit gestärkt. 

Integration in den Unterricht

Der Wettbewerb ist bei der Wahl der Methoden und Beitragsformen sehr offen gehalten, um möglichst viele Entfaltungsmöglichkeiten zu geben. Positiv bewertet wird, wenn die Beiträge von Engagement zeugen, originell und kreativ sowie öffentlichkeitswirksam sind. Wichtig ist außerdem die intensive inhaltliche Auseinandersetzung. Es sollte erkennbar sein, dass die Schülerinnen und Schüler altersgemäß eigenständig gearbeitet haben. Die Lehrerinnen und Lehrer können je nach Altersstufe zusammen mit den Schülerinnen und Schülern zentrale Aufgaben- und Fragestellungen im Fachunterricht erarbeiten. 

BIOLOGIE: naturwissenschaftliche Fragestellungen, z. B. zu den Themen Tier, Pflanzen, Kreisläufe; umgesetzt als Themenrecherche, Experimente oder Projektarbeit.

SACHUNTERRICHT: optimale Integration der Themen Landwirtschaft, Natur und Umwelt; Behandlung als abgeschlossene Einzelthemen, z. B. Nutztiere, die Arbeit des Bauern, etc.

ERNÄHUNRGS- UND HAUSWIRTSCHAFTSLEHRE: praktische Aufgaben- und Fragestellungen zu den Themen Bioprodukte und Lebensmittel, z. B. Recherche: Woher kommen die Lebensmittel?

DEUTSCH: Bearbeitung des Themas mittels verschiedener Schreibmethoden, z. B. kreatives Schreiben über Jahresmotto, Erlebnisbericht über Bauernhof-Besuch, Texten von Slogans oder Liedtexten.

MUSIK: Künstlerische Auseinandersetzung, z. B. Lied komponieren und/oder einstudieren

KUNST: Künstlerische Auseinandersetzung, z. B als Zeichnung, Comic oder Wandzeitung

ETHIK: Ethisch-moralische Fragestellungen, z. B. zum Konsum oder zum Thema „Tierwohl“

RELIGION: Verbindung der Wettbewerbsthemen mit Glaubensinhalten z. B. durch Fragestellung zu religiösen Wertevorstellung (z. B. Wie sollen Tiere als Gottes Geschöpfe leben?)

POLITIK/ SOZIAL-/ GEMEINSCHAFTSKUNDE: gesellschaftspolitische Fragestellungen, z. B. zum globalen Handeln

Geeignet sind auch fächerübergreifende Arbeitsgemeinschaften, Wahlfächer, Projektwochen oder Wandertage. Besonders erfreulich ist es, wenn neue "Kooperationen" zwischen Schulfächern entstehen, sei es zwischen den Fächern Biologie und Musik bei der Komposition eines Raps oder zwischen Wirtschaft und Deutsch für das Texten einer Plakatserie.


Begleitinformation für Lehrkräfte

Weiterführende Informationen zur Rolle der Lehrkräfte, Beispiele für die Integration in den Unterricht sowie eine Checkliste, damit nichts schief gehen kann, gibt es in der Begleitinformationen für Lehrkräfte zum Downloaden und Ausdrucken.