1. Sieger in der Altersgruppe 3. bis 4. Klasse

Klasse 3c, Städt. Astrid-Lindgren-Grundschule, Mettmann, Nordrhein-Westfalen:
Stop-Motion-Film und Print-Projektdokumentation „Regionalität in Mettmann“

Die Schülerinnen und Schüler der 3c verfolgten in ihrem Projekt einen ganz besonderen Ansatz und fragten sich: „Kann neben Obst und Gemüse auch Fleisch regional sein?“. Die Antwort lautet: „Ja!“ Um zu diesem Ergebnis zu kommen, näherten sich die Kinder zuerst theoretisch im Sachunterricht der Frage: „Was genau bedeutet Regionalität eigentlich?“ In der Arbeitsphase wurde schnell klar, dass die Unterschiede zwischen regional und global produzierten Lebensmitteln etwas mit Transportwegen, Frische und unserer Umwelt zu tun haben.

Um sich die Produktion eines regionalen Lebensmittels live und vor Ort anzusehen, besuchte die Klasse den nahegelegenen Gänsehof „Gut Schobbenhaus“. Dort hatten die Kinder die Möglichkeit, dem Landwirt Löcher in den Bauch zu fragen, Fotos zu schießen und einen Tag im Gänseleben – vom Stall bis in den Schlachtraum – mitzuerleben. Im Anschluss an den Ausflug wurde weiter überlegt, diskutiert, ein Gänsehof-Modell gebastelt und ein Stop-Motion-Film gedreht, in dem die Kinder ihre Erkenntnisse festhielten – selbstverständlich auf Grundlage eines selbst geschriebenen Drehbuchs.

"Das GÄNSEHOF-Projekt"


Impressionen zur Preisverleihung in Mettmann


Laudatio

Am Anfang des Projekts stand ein ganz großes Fragezeichen. Am Ende des Projekts stand ein ganz großer Preis, nämlich die Siegertrophäe für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3c der städtischen Astrid-Lindgren-Grundschule aus Mettmann. Um diesen Preis zu ergattern,  hat sich die Klasse ordentlich ins Zeug gelegt.

Doch zunächst musste erst einmal eine Frage beantwortet werden, die Frage nämlich: Was heißt regional überhaupt? Das wussten die meisten Schülerinnen und Schüler gar nicht so ganz genau. Und damit ging es los: Sie haben viel gelesen, sie haben anderen Löcher in den Bauch gefragt, sie haben Beispiele gesammelt und sich dort, wo sie wohnen, auf die Suche gemacht, nach einem Bauernhof, der regionale Lebensmittel anbietet. Gefunden haben sie einen Gänsehof. Und den haben sie als Beispiel gewählt, um nun zu zeigen, was sie inzwischen alles wissen und was regional nun heißt. Vorgeführt wurde der Jury das alles mit einem kleinen Film, für den viel gezeichnet, geklebt oder gebastelt werden musste vom Teich über Zäune bis zu einem Stall mit Gänsen. Und sogar Apfelbäume mit Äpfeln waren zu sehen, weil Gänse Äpfel lieben. Das war eine wunderschöne Arbeit, Arbeit, die belohnt wurde.

Das Happyend habe ich ja gleich am Anfang schon verraten: In der Altersgruppe 3. bis 4. Klasse ging der erste Preis an die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3c der städtischen Astrid-Lindgren-Grundschule in Mettmann im Bundesland Nordrhein-Westfalen mit ihrer Botschaft: Einfach mal drauf achten, woher die Lebensmittel kommen. Dafür bekommt Ihr die kuh-le Kuh in Gold. Herzlichen Glückwunsch.

Laudator: Jurymitglied Günter Hetzke, Deutschlandfunk, Köln