Alte Kulturpflanzen blühen auf

Ganz schön paradox: Ständig kommen neue Produkte in den Lebensmittelhandel und gleichzeitig schwindet die Vielfalt in der Land(wirt)schaft. Einheitsgeschmack statt Geschmacksvielfalt ist die Folge. So entgehen uns viele sinnliche Entdeckungen. Das Wissen um alte Pflanzenarten und -sorten geht verloren. Immer mehr Landwirtinnen und Landwirte stellen sich dieser Entwicklung entgegen und achten besonders auf die Vielfalt der Pflanzen, die sie anbauen. Sie bauen alte Kartoffelsorten wie „Bamberger Hörnchen“ oder „Blaue Schweden“ an, sie ernten Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Mirabellen von Streuobstwiesen.

Es ist auch ein Verdienst der Biobäuerinnen und Biobauern, dass viele vergessene Gemüsearten, wie der Portulak oder die Schwarzwurzel, heute wieder vermehrt angeboten werden.