Newsletter Nr. 02 | 06. Dezember 2017

Muttergebundene Kälberaufzucht: Der „Deal“ mit den Kühen

„Es kann nicht sein, dass die Kuh sich dem Haltungssystem anpasst, es muss umgekehrt sein.“ Für Alfred und Silvia Rutschmann vom Hof Gasswies, einem Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau in Baden-Württemberg, ist das klar. Deshalb fressen ihre behornten Kühe vom Frühjahr bis in den Herbst auf der Weide frisches Gras und – das ist in der Milchviehhaltung immer noch etwas ganz Besonderes – die Kälber dürfen bei den Müttern sein. In einer auf dem Hof entwickelten Methode säugen die Mutterkühe ihre Kälber selbst und werden behutsam an eine Trennung gewöhnt. Das nennt man muttergebundene Kälberaufzucht. Die Kehrseite der Medaille: Die Molkerei hätte gerne mehr Milch und kontinuierlichere Lieferungen. Die Rutschmanns verraten, warum sich diese Art der Betriebsführung dennoch lohnt.

Hier geht’s zur Hofreportage vom Hof Gasswies

Haltungstechnik und Management: Milchkühe verstehen

Auf der Weide zeigen Kühe ihre artspezifischen Verhaltensweisen, ohne dass die Tiere durch Haltungsbedingungen eingeschränkt werden. Kühe fressen gerne gemeinsam. Deshalb muss im Stall für jede Kuh ein Fressplatz vorhanden sein. Kühe saufen am liebsten aus Tränken mit einer offenen Wasserfläche. Wegen ihres guten Geruchssinns meiden Kühe schlecht riechendes Wasser. – Kühe sagen durch ihr Verhalten, wie es ihnen geht und was sie brauchen. Genau hinschauen lohnt sich also. So lassen sich Schwachstellen in Haltung und Management aufdecken und meist ohne allzu großen Aufwand beheben. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) greift in fünf Filmen das Thema „Tierwohl in der Milchkuhhaltung“ auf. Die Videos zeigen das Verhalten der Kühe und geben Tipps für Verbesserungen der Haltungstechnik und des Managements. Von diesem Mehr an Tierwohl profitieren nicht nur die Kühe, sondern auch die Tierhalter.

Hier geht’s zum Youtube-Kanal des BZL

Biomilch 2016: Mehr Biomilch als je zuvor gemolken

2016 lieferten die deutschen Biobetriebe mit 795 Millionen Kilogramm mehr Biomilch als je zuvor an. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Menge um neun Prozent, teilte die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Bonn mit. Die bestehenden Biobetriebe haben wegen der hohen Erzeugerpreise ihre Milchvieh-Bestände um 16 Prozent erhöht. Entsprechend stieg auch die Menge der erzeugten Biomilch. Für das laufende Jahr 2017 rechnen die Experten der AMI mit einem weiteren Anstieg der Biomilchmenge, da ein Teil der sogenannten Umstellerbetriebe erstmals ihre Milch als Bioware anliefern kann. Insgesamt steigerten die deutschen Biolandwirte ihre Erlöse 2016 um gut neun Prozent auf 1,99 Milliarden Euro. Den größten Anteil an dieser Entwicklung hatten neben den Milchvieh-Betrieben vor allem die ökologischen Eier-Erzeuger und die Gemüsebau-Betriebe.

Hier geht’s zur Meldung auf www.ble.de

Virtuelle Molkerei: Von der Rohmilch zu den Molkereiprodukten

Cremiger Joghurt, erfrischender Kefir, würziger Käse – die Milch macht’s! Wie werden die leckeren Milchprodukte hergestellt? Welche Verarbeitungsschritte sind beispielsweise erforderlich, um Sahne zu erzeugen? Was ist der Unterschied zwischen normalem Käse und Rohmilchkäse? Antworten finden wissensdurstige Schülerinnen und Schüler in der Virtuellen Molkerei von „planet schule“, dem Schulfernsehen von SWR und WDR. Hier kann man den Weg von der Rohmilch bis zum fertigen Produkt Schritt für Schritt durchspielen. Weitere ausgewählte Unterrichtsmaterialien, Projekte, Filme und Links zum Schwerpunktthema  „Milch“ gibt’s auf www.ECHTKUH-L.de.

Hier geht’s direkt zu den Unterrichtsmaterialien

Impressum:

„ECHT KUH-L!“ ist eine Maßnahme des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft, initiiert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) | © BLE 2017

Konzept, Redaktion und Realisierung:
m&p: public relations GmbH | Wettbewerbsbüro „ECHT KUH-L!“
Joseph-Schumpeter-Allee 23 (Bonner Bogen) | 53227 Bonn | www.mp-gmbh.de
Ansprechpartnerin: Christel Marxen | Tel: 0228-410028-42
E-Mail: echtkuh-l@mp-gmbh.de | www.echtkuh-l.de 

Bildquellen:
1 m&p: public relations | 2 BZL | 3 pixabay | 4 ©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan 

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