Newsletter Nr. 04 | 13. Februar 2019

Bio-Kartoffeln: Klimawandel zum Anfassen

Auch wenn die aktuellen Temperaturen auf einen normalen Winter schließen lassen, zeigen die Wetterextreme aus dem letzten Jahr noch Auswirkungen. Niemals zuvor war der Klimawandel so deutlich an der Knolle spürbar. Kartoffeln reagieren ab 25 Grad Celsius mit Stress, bei höheren Temperaturen stellt die Pflanze ihr Wachstum ganz ein. Laut Deutschem Wetterdienst hatten wir 2018 im Vegetationszeitraum der Kartoffel an 55 Tagen über 27 Grad Celsius und an 30 Tagen sogar mehr als 30 Grad Tagestemperatur. Das bedeutete für die Kartoffeln Dauerstress. Zur Abmilderung dieser Faktoren und Stabilisierung der Ernte musste überdurchschnittlich viel beregnet werden. Trotzdem war der Zelldruck bzw. Wassergehalt der Knollen durch die hohen Temperaturen schon in der Ernte geringer und die Knollen fühlten sich weicher an als sonst üblich. Das ändert aber nichts am Geschmack oder dem ernährungsphysiologischen Wert der Biokartoffeln, die wichtigen Inhaltsstoffe bleiben erhalten.

Hier gibt’s mehr Infos auf oekolandbau.de 

Bio-Quinoa: Markt, Anbau und Potenzial in Deutschland

Die ursprünglich in den Anden beheimatete Kultur Quinoa war in Deutschland bis vor wenigen Jahren noch weitgehend unbekannt. Doch seitdem das Pseudogetreide aufgrund seiner günstigen Nährstoffzusammensetzung als Superfood gehandelt wird, ist die Nachfrage deutlich gestiegen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher schätzen zudem, dass Quinoa glutenfrei ist. Inzwischen werden in Deutschland pro Jahr knapp 7.000 Tonnen vermarktet, weltweit sind es etwa 250.000 Tonnen. Der überwiegende Teil davon, mehr als 95 Prozent, stammt aus den klassischen Quinoa-Anbauländern Bolivien, Peru und Ecuador. Wegen der gestiegenen Nachfrage und eines wachsenden Bewusstseins für die Vorzüge regional erzeugter Lebensmittel wird Quinoa inzwischen auch in Deutschland angebaut. Obwohl es keine speziell an das deutsche Klima angepassten Sorten gibt, ist ein wirtschaftlicher Bioanbau möglich. Zwar gedeiht die Pflanze auch unter norddeutschen Verhältnissen, optimal sind aber wärmere Regionen wie das Rhein- oder Donautal. Für den Anbau kommen vor allem Sand- oder leichte Lehmböden in Frage. 

Hier gibt’s mehr Infos auf oekolandbau.de 

Bio-Getreide: Uralte Sorten neu entdeckt

Alte Getreidesorten wie Dinkel, Einkorn und Emmer haben ihre Bedeutung für die moderne Ernährung fast gänzlich verloren. Doch aktuell werden gerade im Ökolandbau die als unverfälscht geltenden Getreidesorten wiederentdeckt. Der Demonstrationsbetrieb Demeterhof Walz im bayerischen Amberg hat sich zum Beispiel zur Aufgabe gemacht, einige dieser alten Sorten vor dem Aussterben zu retten. Das bedeutet Pionierarbeit, denn das Wissen um Emmer, Einkorn & Co. ist fast vollständig verloren gegangen. Champagnerroggen, Schwarzes Einkorn und Weißer Urdinkel – bereits der Klang dieser Namen macht neugierig. Was wie eine innovative Marketingidee oder eine raffinierte Produkt-Neuerscheinung klingt, sind in Wirklichkeit uralte Getreidesorten. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert gerieten viele dieser alten Getreidesorten in Vergessenheit. Sie passten nicht mehr zu der auf Höchstleistung getrimmten Landwirtschaft. Immer mehr neue Züchtungen sollten immer mehr Erträge liefern. Der Demeterhof Walz will dieser Entwicklung entgegenwirken und züchtet alte Getreidesorten. Auf diese Weise trägt der Betrieb auch zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.

Hier geht’s zur Hofreportage vom Demeterhof Walz 

Bio-Helfer: Nützlinge im Garten

Florfliegen mit ihren grün-schillernden Flügeln fressen gerne Blattläuse. Besonders die Larven der Florfliegen haben einen enormen Appetit auf die kleinen Schädlinge. Auch Marienkäfer sind generell gern gesehene Gäste im Garten. Immerhin sagt man ihnen nach, dass sie das Glück mitbringen. Und das tun sie auch, denn viele Marienkäferarten fressen Blattläuse und halten so die Pflanzen gesund. Ein Siebenpunkt-Marienkäfer frisst beispielsweise zwischen 100 und 150 Blattläuse pro Tag. Seine hungrigen Larven verspeisen in der Zeit bis zu ihrer Verpuppung nochmal je 400 bis 600 Blattläuse. Findet er im Garten Laubhaufen, altes Holz, Hohlräume oder auch Insekten-Nistkästen, schafft es der Marienkäfer durch den Winter und wacht im Frühjahr, wenn Blattläuse explosionsartig auftreten, mit einem Bärenhunger aus der Winterstarre auf. Dann kann die Jagd beginnen.

Hier gibt’s mehr Infos zu „Nützlinge im Garten“ 

Impressum:

„ECHT KUH-L!“ ist eine Maßnahme des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft, initiiert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Herausgeberin: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) | © BLE 2019

Konzept, Redaktion und Realisierung:
m&p: public relations GmbH | Wettbewerbsbüro „ECHT KUH-L!“
Joseph-Schumpeter-Allee 23 (Bonner Bogen) | 53227 Bonn | www.mp-gmbh.de
Ansprechpartnerin: Christel Marxen | Tel: 0228-410028-42
E-Mail: echtkuh-l@mp-gmbh.de | www.echtkuh-l.de 

Newsletter abbestellen