1. Sieger in der Altersgruppe 5. bis 6. Klasse

Biologie-Profilkurs des Jahrgangs 5, Kopernikusschule Lippstadt, NRW:
Projektdokumentation "Woher kommt mein Osterei?"

Jeder kennt sie und für die meisten gehören sie zweifellos dazu: Farbenfrohe Eier zum alljähr-lichen Osterfest. So selbstverständlich die Eier zum Fest gehören, so kritisch fragte sich der Biologie-Profilkurs der Kopernikusschule, woher ihr Osterei eigentlich kommt.

Die Idee eines Infostandes war schnell in der gesamten Klasse entschieden. So können die Kinder zum einen mit vielen verschiedenen Menschen an dem Ort in Kontakt treten, an dem die Entscheidung für das Tierwohl fällt: im Supermarkt. Zum anderen kann die Aktion mehr-mals an verschiedenen Standorten sehr öffentlichkeitswirksam stattfinden.

Ihre Informationen sammelten die Schülerinnen und Schüler bei Besuchen auf verschiedenen Bauernhöfen, durch Dokumentarfilme sowie Recherchen zu dem Hühnerleben in der Natur und den zugelassenen Haltungsformen in Deutschland. Die Ergebnisse fassten sie in an-schaulichen Plakaten, Illustrationen, Spielen, Flyern und Mitmachaktionen zusammen und präsentierten diese auf dem Infostand vor einem Supermarkt. Die Reaktionen der Passanten waren insgesamt ein Erfolg: „Es sind viele stehen geblieben und haben mit uns die Spiele ge-spielt oder sich die Plakate durchgelesen.“

Weiterhin bleibt der Stand in der Schulmensa erhalten und wird zum nächsten Elternsprech-tag oder Schulfest noch einmal aufgebaut.

Film "Woher kommt mein Osterei?"

Projektdokumentation

Laudatio

Warum gibt es im Supermarkt eigentlich Eier zu unterschiedlichen Preisen? Und was hat das mit der Tierhaltung zu tun? Das haben sich die 13 Schülerinnen und Schüler des Biologie-Profilkurses der 5. Jahrgangsstufe der Kopernikusschule in Lippstadt gefragt. Und wenn man eine Frage hat, klar, dann sucht man nach einer Antwort. Also wurde ein Projekt auf die Beine gestellt und zwar in diesem Fall: Das Projekt Osterei.

Richtig viel Arbeit sei das gewesen, teilte uns die Lehrerin mit, aber die Schülerinnen und Schüler hätten sich mit Leidenschaft und auch mit Freude an die Arbeit gemacht. Das Schöne an diesem Projekt war, da steckte noch ein ganz besonderer Gedanke dahinter. Wenn uns nämlich etwas ärgert oder wenn wir unzufrieden sind, dann jammern wir oft: Warum ist das so? Warum ändert das keiner? Wir warten darauf, dass etwas geschieht. Die anderen sollen was machen – eine sehr bequeme Haltung!

Bei diesem Projekt aber ging es auch um die Frage, was können wir selber tun, damit sich was ändert, indem wir zum Beispiel ganz bewusst einkaufen. Nur müssen wir halt wissen, was denn da alles angeboten wird, welche Unterschiede es gibt und warum wir das eine kaufen und das andere liegen lassen sollten. Und mit genau diesen Fragen haben sich die Schüler am Beispiel des Ostereis beschäftigt. Was zum Beispiel bedeuten die Stempel auf dem Ei? Was sollen uns die Zahlen und Buchstaben sagen? Als sie das alles wussten, haben sie sich anschließend auch noch in einer Passage im Einkaufszentrum mit einem Info-Stand hingestellt und die vorbeilaufenden Kunden informiert. Eine mutige Aktion, eine tolle Idee, über die sogar die Zeitungen berichtet haben.

Nicht nur deshalb hat sich das Projekt gelohnt, sondern auch, so die Schüler: Wir wissen endlich, wo unser Osterei herkommt. Und das finden wir echt kuhl! Echt kuhl fand auch die Jury Euer Projekt. Und deshalb geht in der Altersgruppe 5. – 6.Klasse der Siegerpreis an Euch, an die Schülerinnen und Schüler des Biologie-Profilkurses der 5. Jahrgangsstufe der Kopernikusschule in Lippstadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Ich kann nur sagen. Klasse Projekt. Den Preis habt Ihr Euch wirklich verdient. Herzlichen Glückwunsch.

Laudator: Jurymitglied Günter Hetzke, Deutschlandfunk, Köln