Kleine Wesen mit großer Wirkung

Was haben Marienkäfer, Florfliegen, Ohrwürmer, Raubmilben, Schlupfwespen, Fledermäuse und Igel gemeinsam? Sie alle zählen zu den Nützlingen, weil sie dem Menschen dabei helfen, Schädlinge an Kulturpflanzen zu reduzieren. Die Nützlinge können ihre positive Wirkung nur in einer möglichst vielfältigen Natur entfalten. Schließlich müssen die Tiere ausreichend Nahrung, Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten finden. 

Landwirte kennen diese Zusammenhänge genau und wissen, wie sie die Nützlinge schützen oder sogar gezielt anlocken können. Sie legen zum Beispiel Hecken aus heimischen Wildgehölzen und Ackerrandstreifen mit Wildblumen an. Sie richten Nistmöglichkeiten für Insekten und Singvögel ein. Das schafft Lebensraum für vielfältige nützliche Arten.  

Bienen & weitere Bestäuberinsekten

Die Honigbiene ist das kleinste Nutztier der Welt – und doch leistet sie Herausragendes. Zusammen mit rund 560 verschiedenen heimischen Wildbienenarten bestäubt sie 85 Prozent der Wild- und Kulturpflanzen. Ohne sie müssten wir einen Großteil an Obst und Gemüse vom Speiseplan streichen. Denn auf Futtersuche fliegen die Bestäuberinsekten von Blüte zu Blüte, wobei jedes Mal etwas Blütenstaub an ihnen hängen bleibt. Beim Besuch der nächsten Pflanze geben sie den Blütenstaub weiter. So kommen männliches Pollenkorn und weibliche Eizelle zusammen. Erst dann reifen nach der Blüte Früchte heran. Auch Schmetterlinge, Hummeln und Wespen sind Blütenstaub-Boten.